Grüne Niederbayern http://gruene-niederbayern.de Grüne, Niederbayern, Bezirksverband, Bündnis 90, Donau, Donauausbau, Naturschutz, Sonne, Energie, alternative, Startbahn, AKW, Atom, Wind, Kraft, sozial, Klima, Tier, Schutz, Umwelt, Bezirkstag, Integration, Inklusion, Ökologie, ITB, Ilztalbahn, Asyl http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/zwiesel_pfeffer_vize_schlueter_3_buergermeister/ Zwiesel: Pfeffer Vize, Schlüter 3. Bürgermeister http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/zwiesel_pfeffer_vize_schlueter_3_buergermeister/ http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/zwiesel_pfeffer_vize_schlueter_3_buergermeister/ Steininger attackiert seine Stellvertreterin massiv – Grünen-Sprecher siegt im Losentscheid... Steininger attackiert seine Stellvertreterin massiv – Grünen-Sprecher siegt im Losentscheid
Von Rainer Schlenz
Zwiesel. Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats ist gestern Abend Elisabeth Pfeffer (CSU) als 2. Bürgermeisterin bestätigt worden. Neuer 3. Bürgermeister ist Grünen-Fraktionssprecher Jens Schlüter, der sich in einem wahren Wahlkrimi gegen Andreas Lobenz (SPD) und Georg Stadler (FW) durchsetzte. Für Aufsehen sorgte Rathaus-Chef Franz Xaver Steininger (parteilos) durch eine drastische Generalabrechnung mit der Vizebürgermeisterin.
Einhellig hatte sich der Stadtrat, der coronabedingt in der Turnhalle der Grundschule tagte, darauf geeinigt, dass es auch in der neuen Legislaturperiode zwei Bürgermeister-Stellvertreter geben soll. Für das Amt der 2. Bürgermeisterin schlug CSU-Sprecher Walter Unnasch wieder Elisabeth Pfeffer vor, die in den vergangenen sechs Jahren die Stadt sehr gut vertreten habe.
Pfeffer betonte, sie habe die Stadt immer gerne repräsentiert, teilweise bei weit über 100 Terminen im Jahr. Es habe sehr schöne Termine gegeben, aber auch sehr traurige, wie etwa die Beerdigung der früheren Museumsleiterin Dr. Astrid Fick. Einen großen Dank richtete sie an den ausgeschiedenen 3. Bürgermeister Alfred Zellner, der bei Engpässen immer in die Bresche gesprungen sei.
„Wahnsinnig gefreut“ habe sie sich, so Pfeffer, über ihr Ergebnis bei der Stadtratswahl, das ja auch ein Meinungsbild der Bevölkerung darstelle. Sie sei bereit, fraktionsübergreifend zusammenzuarbeiten.
Vor der Abstimmung rechnete allerdings Bürgermeister Steininger in massiver Form mit seiner Stellvertreterin ab. Pfeffer habe ihn „menschlich mehrfach enttäuscht“ und das Amt „stark beschädigt“. Immer wieder sei sie ihm in den Rücken gefallen, um parteipolitische Interessen durchzusetzen. „Sogar in der Urlaubsvertretung beim Grenzlandfest haben Sie bei den Bürgern gegen mich Stimmung gemacht“, warf Steininger der Vizebürgermeisterin vor. Pfeffer mische sich auch in Verwaltungsangelegenheiten ein und ihr letzter „Winkelzug“ sei gewesen, ihn zum Amtsarzt zu schicken. „Sie haben mich gedemütigt und gekränkt.“ Und sie habe der Stadt geschadet.
„Aber auch, wenn wir in diesem Leben keine Freunde mehr werden“, schlage er einen „Burgfrieden“ vor, so Steininger. Man solle angesichts der großen Herausforderungen einen Neuanfang starten.
Elisabeth Pfeffer ging auf die Vorwürfe nicht ein und erklärte, sie werde als erstes wieder ein Treffen mit dem 1. und dem 3. Bürgermeister anstreben und ihre Unterstützung anbieten. „Ich bin bereit für einen Neustart“, sagte sie. Pfeffer blieb die einzige Kandidatin um den Vizeposten und erhielt 17 von 21 Stimmen.
Extrem eng ging es zu bei der Wahl des 3. Bürgermeisters. Drei Stadträte traten für dieses Amt an: Georg Stadler (FW), Andreas Lobenz (SPD) und Jens Schlüter (Grüne). Im ersten Wahlgang holte Schlüter acht Stimmen, die beiden anderen Kandidaten je sechs; eine Stimme war ungültig. Damit war ein Losentscheid zwischen Lobenz und Stadler um den Einzug in die Stichwahl erforderlich. Der SPD-Fraktionssprecher hatte dabei das Glück auf seiner Seite.
Doch damit nicht genug: Auch in der Stichwahl zwischen Lobenz und Schlüter gab es ein Patt: 9:9 (drei ungültige Stimmen). Und damit musste erneut das Los entscheiden. „Glücksfee“ Walter Unnasch zog den Zettel mit dem Namen Jens Schlüter. „Mir tut es fast leid“, wandte sich der neue 3. Bürgermeister an seine Gegenkandidaten, „aber ich freue mich und werde versuchen, dass wir gemeinsam das Beste für unsere Stadt herausholen.“

 

Quelle: Passauer Neue Presse vom 08.05.2020

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Mon, 11 May 2020 12:24:00 +0200
http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/olivia_kreyling_3_landraetin_in_kelheim/ Olivia Kreyling - 3. Landrätin in Kelheim http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/olivia_kreyling_3_landraetin_in_kelheim/ http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/olivia_kreyling_3_landraetin_in_kelheim/ Sensationell aber wahr: mit Olivia Kreyling bekleidet zum ersten Mal in der Geschichte des... Sensationell aber wahr: mit Olivia Kreyling bekleidet zum ersten Mal in der Geschichte des Landkreises Kelheim eine GRÜNE das Amt einer stellvertretenden Landrätin. Glückwunsch Olivia! Olivia’s Kandidatur fand breite Unterstützung im Kreistag. Wir sind daran noch nicht gewöhnt, aber heute sind wir nach Jahrzehnten in der Opposition, Teil eines Mehrheitsbündnisses mit CSU, FW und ÖDP geworden. Als GRÜNE Kreistagsfraktion erhoffen wir uns, damit grüne Ziele umsetzen zu können. Hierzu gehört eine ökologische Ernährung in Kitas und Schulen, sowie eine zukunftsorientierte Mobilität, die sozial und ökologisch gerecht ist. Wir möchten einen Landkreis, der die Ziele der Gemeinwohl-Ökonomie unterstützt. Das ist kein Selbstläufer und dafür brauchen wir weiterhin viele Mitstreiter*innen. #staytuned #einfachwerdsned #aberetzgfreima’uns

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Tue, 05 May 2020 17:08:00 +0200
http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/wahl_selbstlob_fuer_mickrige_massnahmen/ Wahl-Selbstlob für „mickrige Maßnahmen“ http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/wahl_selbstlob_fuer_mickrige_massnahmen/ http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/wahl_selbstlob_fuer_mickrige_massnahmen/ ÖPNV: Grünen-MdL kritisiert Landratsamt FRG. Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung... ÖPNV: Grünen-MdL kritisiert Landratsamt

FRG. Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung mitteilte, sind die Busverbindungen im Landkreis mittlerweile über Apps abrufbar. Außerdem wurden Haltestellen modernisiert (PNP berichtete). Dies wirke sich positiv auf die Attraktivität des ÖPNV‘s aus, so das Landratsamt.
Für Grünen-MdL Toni Schuberl sind die Neuerungen allerdings nur „mickrige Maßnahmen“, die Landratsamt-Mitteilung so kurz vor der Wahl sei „sehr verzerrend“. Wie er in einer Mitteilung an die Presse betont, gebe es noch viele Haltestellen im Landkreis, „an denen bis heute überhaupt keine Pläne hängen und noch nie gehängt sind“. Als Beispiel nennt Schuberl die Haltestelle Daxstein-Platzl bei Zenting.
Dass man die Linien über die Bahnseite oder den Bayern-Fahrplan im Internet finden kann, sei ebenfalls nichts Neues. „Die Apps von Bahn und vom Freistaat hatte ich bisher auch schon am Handy, ohne dass der Landkreis hierfür etwas getan hätte“, sagt Schuberl. Das ist keine Leistung des Landkreises, sondern von Bahn und Freistaat. Eine wirkliche Verbesserung wäre es gewesen, wenn die Linien des Landkreises sowohl auf der Bahn-Seite als auch auf der ÖPNV-Seite des Freistaates zu finden wären. Das sei aber nicht der Fall. „Man muss nur einmal die Verbindung von Zenting nach Tittling bei bahn.de und bei bayern-fahrplan.de miteinander vergleichen. Das sind völlig unterschiedliche Verbindungen und Zeiten“, bemängelt Schuberl.
Er kritisiert ferner, dass beim Thema Nahverkehr die Bahnstrecken weiterhin zu kurz kämen. „Sie sollen das Rückgrat eines modernen ÖPNV bilden. Im Hinblick auf die Gartenschau, den Standort für ein Verwaltungsgericht oder als Standort für die Bundeswehr sind sie von besonderer Bedeutung“, sagt Schuberl.
 − pnp

Quelle: Passauer Neue Presse vom 10.03.2020

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Tue, 10 Mar 2020 12:14:00 +0100
http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/freibad_erhalt_so_kann_es_gehen/ Freibad-Erhalt: So kann es gehen http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/freibad_erhalt_so_kann_es_gehen/ http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/freibad_erhalt_so_kann_es_gehen/ Experte schildert bei den Grünen die Entstehung des Parkbades Weende – Ein Vorbild für... Experte schildert bei den Grünen die Entstehung des Parkbades Weende – Ein Vorbild für Zwiesel?

Zwiesel. Gut zehn Jahre sind vergangen, seit die Becken des damaligen Freibades verfüllt worden sind. In der bekannten Form, das war die Überzeugung der Verantwortlichen, wäre das Bad aus Kostengründen nicht mehr zu unterhalten gewesen. Welche Wege es gibt, das Freibad neu zu beleben und attraktiver zu machen, damit beschäftigen sich seit längerem die Zwieseler Grünen. Am Wochenende luden sie zu einem Vortrag über diese Thematik ein.
Stadträtin Sigrid Weiß hatte den langjährigen Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), Alexander Frey, als Referenten gewonnen. Bei seinem Vortrag im Saal der AWO, bei dem neben den Grünen-Stadträten Sigrid Weiß, Martin Lippl und Jens Schlüter auch Bürgermeister Franz Xaver Steininger und Wirtschaftsreferentin Dr. Elisabeth Zettner anwesend waren, widmete sich Frey der Umgestaltung des Freibades im Göttinger Stadtteil Weende und zog dabei etliche Parallelen zum Freibad in Zwiesel.
Denn in Göttingen gab es in Sachen Freibad eine nahezu identische Ausgangslage. So war auch dort der Sanierungsbedarf nach fast 60 Betriebsjahren so groß, dass angesichts der angespannten Haushaltslage die Schließung drohte – zumal Göttingen, ähnlich wie Zwiesel, Stabilisierungshilfe benötigte. Hier wurde dann die GoeSF beauftragt, eine Lösung zu finden. Schnell wurde laut Frey klar, dass das Weender Freibad ein völlig neues Nutzungskonzept brauchte, denn die technische Sanierung allein würde das Bad nicht retten, Es musste auch die Lage des Bades und seine Rolle für die Entwicklung des Stadtteils einbezogen werden. Ziel war es, nicht nur die normale Funktion eines Freibades sicherzustellen, sondern das gesamte Areal mit einem hohen öffentlichen Wert zu entwickeln. So entstand die Idee eines Parkbades mit sportlich orientiertem Bewegungsangebot.
Die Schwimmbecken wurden umgebaut und werden seitdem mit ökotechnischer Wasseraufbereitung betrieben, womit gleichzeitig die Betriebskosten gesenkt wurden. Die neu gestaltete Wasserlandschaft mit Sandstrand, Sprungturm, Wasserrutsche und Planschbecken wurde im Eröffnungssommer 2018 sofort intensiv genutzt: 30 000 Besucher kamen in zwei Monaten. Trotz dieses Ansturms sei die Wasserqualität jederzeit ausgezeichnet gewesen, versicherte der Referent; die biologische Wasseraufbereitung, ganz ohne Chlor, funktioniere.
Zuvor war das klassische große Schwimmerbecken in drei Bereiche aufgeteilt worden: einen Tiefwasserbereich mit fünf Metern Wassertiefe am Sprungturm, einen Schwimmerbereich mit 1,35 Meter Wassertiefe und einen Strandbereich mit zur Beckenmitte abfallendem Grund. Abgerundet wurde der Umbau des Beckens durch die Errichtung mehrerer Holzstege, die Pflasterung des Beckenumlaufs und den Bau einer Kletterwand am Turm im Springerbecken. Während des Badebetriebes kann die rund fünf Meter hohe Kletterwand gefahrlos zum Kraxeln genutzt werden, denn wer fällt, fällt ins Wasser.
Das Badewasser im Parkbad Weende wird physikalisch-biologisch durch ein Bodenfiltersystem gereinigt, wobei die konsequente Trennung von Bade- und Aufbereitungsbereich eine wichtige Grundlage ist. Dadurch sind der gesamte Reinigungsprozess und die damit zusammenhängenden Wasserkreisläufe gut kontrollier- und steuerbar. Die Wassertemperatur in den Becken wird durch die ausgedehnten, besandeten Flachwasserbereiche in hohem Maße durch die Sonne reguliert. Das Wasser kann jedoch noch durch ein neu installiertes Blockheizkraftwerk, das in der Nachbarschaft des Freibades als Nahwärmeversorgungszentrum dient, technisch beheizt werden.
Am Ende seines Vortrages zog Alexander Frey ein positives Fazit der Umbaumaßnahmen im Freibad Weende. Generell gelte, dass die Frage nach Schließung oder Erhalt eines Freibades eine andere Gewichtung bekomme, wenn ein innerstädtisches Gelände mit hohem Freizeitwert quasi neu entsteht und ganzjährig genutzt werden kann. Das unterstrich auch Bürgermeister Steininger, der gemeinsam mit den anwesenden Stadträten und interessierten Bürgern noch länger mit dem Referenten über verschiedene Möglichkeiten einer Reaktivierung des Freibades in Zwiesel diskutierte.
Der Weg des Freibades in Weende wäre nach Ansicht mancher Diskussionsteilnehmer auch für Zwiesel eine Möglichkeit, wieder ein attraktives Freibad zu bekommen, in dem Schwimmer ebenso auf ihre Kosten kommen könnten wie die Nutzer von Beachvolleyballplätzen, Rutsche, Kletterwand oder weiteren Angeboten wie Skaterpark. Die Stadträte Sigrid Weiß, Martin Lippl und Jens Schlüter sehen diese Veranstaltung als ersten Impuls, von dem ausgehend mit dem neuen Stadtrat, Bürgermeister und Bevölkerung ein Konzept für ein Freibad in Zwiesel entwickelt werden könnte.
 − bbz

 

Quelle: Passauer Neue Presse vom 10.03.2020

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Tue, 10 Mar 2020 12:07:00 +0100
http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/erstmals_eine_option_die_gruenen_mit_bunten_ideen/ Erstmals eine Option: Die Grünen mit bunten Ideen http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/erstmals_eine_option_die_gruenen_mit_bunten_ideen/ http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/erstmals_eine_option_die_gruenen_mit_bunten_ideen/ Livestream aus dem Marktrat und ein Lido an der Donau – MdL Zwanziger referiert: Flächenfraß und... Livestream aus dem Marktrat und ein Lido an der Donau – MdL Zwanziger referiert: Flächenfraß und Betonflut eindämmen

Metten. Jetzt heißt es „Abwarten und Tee trinken“. Zirka 1500 Teebeutel mit dem Aufdruck „Volle Kanne Grün!“ hat Matthias Schwinghammer, erstmals Bürgermeisterkandidat für Bündnis 90/Die Grünen, in Metten und Berg schon verteilt. Im Wahlkampf, den er als „sehr fair“ empfand, steht seinerseits noch eine Aktion an: ein Radlservice am Samstag, 14. März, von 10 bis 14 Uhr am Marktplatz.
Zuletzt war Grünen-MdL Christian Zwanziger im Gasthaus Schattauer in Berg zu Gast. Der Experte für Landesentwicklung und Tourismus konzentrierte sich auf den „Achtsamen Umgang mit der Region“. Unter den knapp 60 Zuhörern waren auch Bewerber aus den anderen politischen Lagern, darunter CSU-Bürgermeisterkandidat Gerald Eckmeier.
„Matthias hat für alles eine Idee“, bescheinigte Zwanziger dem grünen Bürgermeisterkandidaten, „er ist voller Tatendrang“. In der Tat sprudelte es aus Schwinghammer nur so heraus. In seinem Programm wünscht er sich eine transparentere Marktratspolitik mit Livestream-Übertragungen sowie einem Gemeindeblatt online und gedruckt. Gehen die Pläne des 30-Jährigen auf, dann soll Metten die erste plastikfreie Gemeinde im Landkreis werden und energieautark : „Alle Entscheidungen sollen auf ihre Umweltauswirkungen beleuchtet werden“, gehört zu den erklärten Zielen, wie auch ein Lido am Donaustrand. Des Weiteren wünscht er sich einen Dialog mit Bürgern und Investoren. Neben einem „Einheimischen-Projekt“ solle bei großen Wohnbauprojekten künftig ein bestimmter Prozentsatz an Mietwohnungen zur Verfügung gestellt werden und die Investoren sich an der Infrastruktur beteiligen.
Bei manchen Themen warfen sich Zwanziger und Schwinghammer, die sich in 20-minütigen Redeblöcken abwechselten, die Bälle zu. So etwa beim Aspekt Flächenfraß bzw. -einsparungen, wenn es darum geht, z. B. Supermärkte zu überbauen, auf einem Parkplatz-Dach einen Allwetter-Sportplatz zu errichten, oder den Pausenhof von Schulen auch außerhalb der Schule als Spielplatz zu nutzen. Dinge, die laut Zwanziger ein Flächenmanager in Kommunen angehen könnte, der auch Leerstände untersucht. Als positives Beispiel nannte er den Landkreis Cham. Außerdem müsse man Kooperationen mit Nachbargemeinden überlegen, hier spielten ökonomische Fakten eine Rolle: Wie viel Geld kostet der Unterhalt?
„Die Mobilität vor Ort muss passen, ein Berufspendler hat andere Anforderungen als ein Tourist.“ Zwanziger verwies auf 100 Millionen Übernachtungen in Bayern im vergangenen Jahr, 50 Prozent vom ganzen Umsatz komme von den Tagestouristen. Statt der Seilbahnförderrichtlinie in Bayern, wonach zehn Prozent der Steuergelder in Beschneiungsanlagen fließen, sollte man in Zeiten schneeärmerer Winter lieber in Wanderwege, Mountainbike-Trails, ÖPNV oder Regionallotsen investieren.
Ein Jugendmarktrat, ein Seniorenrat, ein Wochenmarkt, das Pfingstfest wieder beleben... hinter den Schwinghammer-Themen stehen die Listenbewerber, die sich vorstellten: Er sei von mehreren Gruppierungen angesprochen worden, habe sich aber bewusst für die Grünen entschieden: Markus Zeitlhöfer erläuterte seine Beweggründe. Er wünscht sich u. a eine stärkere Einbeziehung der Bürger und monierte Großprojekte in punkto Wohnbau. „Metten war ein dörflich-kleinteiliger Ort.“ Jetzt ärgert er sich („unsere Seite ist nicht gehört worden“) nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts über „zwei riesige Bauten, die direkt vor unserer Siedlung in der Rossatzer Straße sind“.
 − je

 

Quelle: Passauer Neue Presse vom 10.03.2020

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Tue, 10 Mar 2020 11:58:00 +0100
http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/rechenschieber_fuer_die_fdp/ Rechenschieber für die FDP http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/rechenschieber_fuer_die_fdp/ http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/rechenschieber_fuer_die_fdp/ Zwieseler Grüne: "Wir haben die meisten Kandidaten für den Kreistag" Zwiesel. Einen... Zwieseler Grüne: "Wir haben die meisten Kandidaten für den Kreistag"

Zwiesel. Einen Rechenschieber bekommt die FDP von den Zwieseler Grünen geschenkt. In einem Zeitungsbericht hatte die FDP verkündet, sie stelle die meisten Kandidaten aus Zwiesel auf der Kreistagsliste. "Dabei haben die Zwieseler Grünen mit 14 Kandidaten aus Zwiesel deutlich mehr auf ihrer Liste stehen", so die Grünen.

"Dieser Rechenfehler ist der FDP bestimmt in der Wahlkampfhektik passiert. Wir helfen aber gerne, damit ihnen das in Zukunft nicht mehr passiert", so der Zwieseler Fraktionsvorsitzende der Grünen, Jens Schlüter. "Die Stadt Zwiesel hat im Kreistag bis jetzt zu wenig Kreisräte. Ich hoffe, die Zwiesler gehen fleißig zur Wahl und wählen aus den Wahlvorschlägen der einzelnen Parteien entsprechend viele Zwieseler Kandidaten." Die Grünen stellten mit 14 Kandidaten aus Zwiesel, acht aus Frauenau, drei aus Lindberg und einem aus Bayerisch Eisenstein insgesamt sogar 26 Kandidaten. − bbz

Quelle: Passauer Neue Presse vom 08.03.2020

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Mon, 09 Mar 2020 11:14:00 +0100
http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/oekologischer_gedankenaustausch/ Ökologischer Gedankenaustausch http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/oekologischer_gedankenaustausch/ http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/oekologischer_gedankenaustausch/ MdB Erhard Grundl und Nicole Herzog besuchten Biobauer Willi Gierl in Tafnern Viechtach. Dem... MdB Erhard Grundl und Nicole Herzog besuchten Biobauer Willi Gierl in Tafnern

Viechtach. Dem Biobauern Willi Gierl in Tafnern (Gemeinde Kollnburg) haben am Donnerstag Bürgermeisterkandidatin Nicole Herzog (Zukunft Viechtach) und Grünen-MdB Erhard Grundl einen Besuch abgestattet. Der gemeinsame Nenner: Gierl und Herzog kandidieren auf ökologisch ausgerichteten Listen für das Bürgermeisteramt ihrer jeweiligen Gemeinde. Willi Gierl will für GPÖ (Grüne-Parteilose-ÖDP) ins Kollnburger Rathaus einziehen, Nicole Herzog visiert mit Zukunft Viechtach (Bürger-Grüne-ÖDP) das Amt der Bürgermeisterin in Viechtach an.  

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Erhard Grundl aus Straubing nutzte seinen Besuch in seinem Wahlkreis, um mit den beiden zusammenzukommen.  

Gierl zeigte den Besuchern, zu denen auch weitere Sympathisanten gehörten, seinen Betrieb. Neben der kleinen Landwirtschaft hat er sich weitere Standbeine aufgebaut. In seiner „Obstwerkstatt“ presst er Früchte für Kunden. Er verkauft Fruchtsäfte aus der Region und stellt Obstbrände und Liköre her, die er in seinem Hofladen und am Viechtacher Bauernmarkt verkauft. Da 2019 die Obsternte komplett ausgefallen ist, hatte Willi Gierl in diesem Winter wenig Arbeit.

Der Landwirt ist nicht nur einer der Bio-Pioniere der Region, sondern war auch der erste bäuerliche Schnapsbrenner im Landkreis. Zukunftsweisend ist auch seine Milchtankstelle, in der Kunden zu jeder Tageszeit frische Biomilch zapfen können. Als nächstes erwägt er, in die Käseproduktion einzusteigen. Der Biobauer aus Überzeugung stemmt sich gegen die Spirale, in der viele seiner Berufskollegen sich abstrampeln: „Immer größere Ställe, immer größere Maschinen, braucht es das?“ Nicht nur unsinnig verteilte Subventionen seien schuld daran, dass es immer weniger kleine landwirtschaftliche Betriebe gibt, auch die hochgeschraubten materiellen Ansprüche vieler Leute: „Viele Bauern rackern den ganzen Tag, um da mitzukommen. Das mache ich nicht mit, lieber mache ich zur Landwirtschaft noch den Bürgermeister“, sagte Gierl, der von 1996 bis 2014 im Kollnburger Gemeinderat saß.

Bei Kaffee, Brezen und Kuchen im Hofladen diskutierten Nicole Herzog und MdB Grundl mit Gierl auch noch über die in Kürze auslaufenden Energie-Einspeiseverträge und weitere ökologische Herausforderungen.  − be

Quelle: Passauer Neue Presse vom 04.03.2020

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Fri, 06 Mar 2020 08:32:00 +0100
http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/politischer_aschermittwoch_mit_robert_habeck/ Politischer Aschermittwoch mit Robert Habeck http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/politischer_aschermittwoch_mit_robert_habeck/ http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/politischer_aschermittwoch_mit_robert_habeck/ Für den traditionellen politischen Schlagabtausch am Aschermittwoch kam dieses Jahr der... Für den traditionellen politischen Schlagabtausch am Aschermittwoch kam dieses Jahr der Bundesvorsitzende der GRÜNEN Robert Habeck nach Landshut. Er läutete gemeinsam mit den Bayerischen Grünen die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes von Sigi Hagl, der Oberbürgermeisterkandidatin für Landshut, und von allen grünen Kommunalpolitikerinnen und -politikern Bayerns ein. Im Bernlocher Saal am Länderthorplatz wartete ab 10 Uhr weitere Politprominenz aus Bayern mit deftigen Reden auf. Eva Lettenbauer, die 27-jährige Landesvorsitzende der Bayerischen GRÜNEN, und Ludwig Hartmann, der Fraktionsvorsitzender der Landtags-GRÜNEN, gaben Einblicke in die bayerische Landespolitik. Die Band Flez Orange begleitete die Veranstaltung musikalisch. Die niederbayerischen Grünen luden alle Bürgerinnen und Bürger sowie Pressevertreterinnen und Vertreter recht herzlich zu diesem politischen Höhepunkt ein.

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Sun, 01 Mar 2020 12:22:00 +0100
http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/zeit_ist_reif_gruenen_ortsverband_fuer_frauenau/ „Zeit ist reif“: Grünen-Ortsverband für Frauenau http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/zeit_ist_reif_gruenen_ortsverband_fuer_frauenau/ http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/zeit_ist_reif_gruenen_ortsverband_fuer_frauenau/ Gründungstreffen im Gasthaus Gistl – Matthias Peschl und Julia Hackl sind Sprecher ... Gründungstreffen im Gasthaus Gistl – Matthias Peschl und Julia Hackl sind Sprecher

Frauenau. Im Gasthaus Gistl haben sich die Grünen zur Gründung einer neuen Frauenauer Ortsgruppe getroffen. Neben zahlreichen Interessierten war dazu auch der Vorsitzende der Landkreis-Grünen und Grünen-Bezirkssprecher Jens Schlüter gekommen.
 Initiator der neuen Ortsgruppe war Gemeinderatskandidat Matthias Peschl, der zukünftig auch als Sprecher der Ortsgruppe vorsteht. Ihm zur Seite steht Julia Hackl. Zu Beisitzern wurden Thomas Simmeth, Sabine Bangert und Robin Gigl gewählt. Sehr erfreut zeigte sich Bürgermeisterkandidat Dietmar „Stan“ Dengler: „Seit 1990 engagieren sich die Grünen erfolgreich im Auerer Gemeinderat. Dabei erfuhren und erfahren sie wachsenden Zuspruch und Interesse für die Arbeit im und außerhalb dieses Gremiums. Umso erfreulicher ist es, dass sich nun eine Gruppe auch jüngerer Leute gefunden hat, um eine Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen zu gründen. Die Zeit ist mehr als reif dafür“, meinte Dengler.
 Er und die Unterstützer der Grünen sind sich einig: Grüne Politik sei in den heutigen Zeiten wichtiger denn je. Gerade deshalb sei es nötig, diesen Wandel als große Chance und zugleich Motivation zu sehen, sich in der Politik zu engagieren.
 Bürgermeisterkandidat Stan Dengler stellte bei der Versammlung erneut das Wahlkampfmotto der Grünen Liste Frauenau vor: „Bewährtes erhalten und Zukunft innovativ gestalten“. So stünden die Auerer Grünen für ein faires Miteinander, geprägt von Toleranz und Akzeptanz.
 Für Matthias Peschl zeichnet sich Frauenau vor allem durch seine gläserne Kulturgeschichte aus „und diese sollte auch in Zukunft unsere Identität prägen“. Dazu ist laut Peschl die Förderung internationaler Netzwerke, wie etwa durch das Bild-Werk-Frauenau e.V., die Unterstützung junger und erfahrener Glasschaffender genauso wie die Sanierung des Gistl-Saales und die Nachnutzung der ehemaligen Gistl-Hütte notwendig.
 Julia Hackl ist es wichtig, dass Frauenau auch in Zukunft lebenswert bleibt. Dazu gehört für sie ein belebter Ortskern und die Erhaltung der Wohnattraktivität. Dafür müssten vor allem Baulücken und leerstehende Gebäude genutzt werden. Mit diesen Maßnahmen sei eine flächensparende Ortsentwicklung möglich, die auch der Natur und Umgebung zugute komme.
 Sabine Bangert, Thomas Simmet und Robin Gigl sprachen auch die Bedeutung des Tourismus für Frauenau an. Denn mit seiner Natur und Kulturgeschichte biete Frauenau Urlaubsgästen aller Altersklassen zahlreiche Angebote. Die Grünen-Ortsgruppe will sich dafür einsetzen, die Tourismusentwicklung nachhaltig und zukunftssicher für Gast und Gewerbe zu gestalten. Man unterstütze deshalb auch die Arbeit der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald(FNBW).
 „Für mich ist die Gründung dieser Gruppe ein wichtiger Grundstein, um sicherzustellen, dass wir auch nach den Wahlen regelmäßig zusammenkommen und das aktuelle politische Geschehen besprechen und diskutieren. Herzlich willkommen sind auch immer Anhänger der Grünen aus anderen Gemeinden“, betonte Matthias Peschl.
 − bbz

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Fri, 21 Feb 2020 12:01:00 +0100
http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/es_kann_auch_mal_wehtun/ PNP-Ostbayernrunde: Es kann auch mal wehtun http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/es_kann_auch_mal_wehtun/ http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/einzelansicht/article/es_kann_auch_mal_wehtun/ PNP-Niederbayern-Runde mit Grünen-Landtags- und -Bundestagsabgeordneten – Geschlossen für...

Von Regina Ehm-Klier
Passau. Sie waren alle mit dem Auto gekommen – die Grünen-Abgeordneten Rosi Steinberger (Landshut), Toni Schuberl (Passau/FRG), beide im Landtag, und ihr Bundestagskollege Erhard Grundl (Straubing). Denn freilich: Mit dem ÖPNV das Medienzentrum Passau zu erreichen, um an der PNP-Ostbayernrunde teilzunehmen, wäre nicht so einfach gewesen. Mit einer intelligenten ÖPNV-Planung, Vernetzung in den Regionen und einem besseren Schienenausbau ließe sich indes auch auf dem Land ein akzeptabler Personennahverkehr hinbekommen, der zumindest, sagt Toni Schuberl, das Zweitauto und den Pendlerverkehr ersetzt.


Medizin-Campus: Jetzt mit Kooperation starten

PNP-Chefredakteur Ernst Fuchs hatte zur Niederbayern-Runde eingeladen, um mit den Redakteuren Regina Ehm-Klier (Heimatwirtschaft) und Wolfgang Lampelsdorfer (Regionalredakteur Passau) regionale Themen aus „grüner“ Sicht zu betrachten. Wenngleich die Abgeordneten sich sicher zeigten, dass unter ihrer Regierung alles besser wäre – von Energiewende bis Technologie-Fortschritt – gab Schuberl auch unverblümt zu: „Da habe ich Markus Söder fleißig applaudiert.“ Grund für diese Ausnahme war, dass der Ministerpräsident im Landtag von der geplanten Stärkung der bayerischen Universitäten sprach. Alle drei Abgeordneten begrüßen ausdrücklich die geplante Ansiedlung des Medizincampus in Passau. „Man darf da keine Kirchturmpolitik betreiben“, betont der Straubinger Grundl. Allerdings räumt Schuberl ein, dass es „Skepsis auf Fraktionsebene gibt“.
In der Ausgestaltung kritisiert Schuberl Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU), der bei einer Veranstaltung vor der Bedrohung für kleinere Krankenhäuser in Freyung, Grafenau oder im Landkreis Passau durch ein Uniklinikum Passau gesprochen habe. „Sie sind auch ohne Uniklinikum in Gefahr“, antwortet Schuberl. Kleinere Häuser könnten auf Dauer weder das Personal finden, noch Qualitätsstandards erfüllen. Für ihn liegt die Zukunft in Kooperationen der niederbayerischen Krankenhäuser. „Ich reagiere allergisch, wenn das unter den Tisch gekehrt wird. Man muss darüber reden.“
Insgesamt müsse der Ausbau der Hochschulen mit entsprechenden Mitteln ausgestaltet werden, also „dass keine Studenten auf dem Gang sitzen müssen und genügend Dozenten vorhanden sind“, sagt Schuberl. Auch das Verwaltungspersonal müsse dem Studierenden-Andrang angepasst werden, ergänzt Rosi Steinberger.
Die Vorbereitungen für eine Mediziner-Ausbildung in Niederbayern müssten frühzeitig beginnen, mahnt Schuberl Kooperationen und ein entsprechendes Studienangebot an der Universität Passau an. Hier nennt er die IT, eine der Stärken der Hochschule, oder auch Geisteswissenschaften in Verbindung mit Naturwissenschaften zu setzen. „Ein Medizincampus allein reicht nicht.“
Von der Arbeitsgruppe, die zwischenzeitlich erstmals getagt hat, fordert Rosi Steinberger eine „Transparenz der Schritte“. Nur den Startschuss zu verkünden, genügt ihr nicht, „ich erwarte hier einen Zeitplan“.

Landwirschaft im Wandel

Die derzeitigen Proteste der Landwirte sieht MdB Grundl eigentlich ganz gerne, „die Bauern merken, dass man politisch etwas erreichen kann“. Was alle Abgeordneten vermissen, sind indes Vorschläge von den Landwirten bzw. des Bauernverbands, wie sie den Wandel in der Landwirtschaft gestalten wollen. Die Landwirte seien in „ein System gedrängt worden“, sagt Steinberger, das auf Wachstum ausgerichtet war – mehr Tiere, mehr Hektar. Jetzt komme das böse Erwachen, „und die Bauern sind überrascht, dass sich tatsächlich etwas ändern muss“. Aber was? Die Subventionen gehen für Toni Schuberl in die falsche Richtung, nämlich „in die Senkung der Preise“. Geld müsse nicht in die Masse, sondern in die Transformation investiert werden. Denn ihm ist klar, dass viele Landwirte langfristig investiert haben. Aber das müsse man eben auch aussprechen, so wie insgesamt schmerzende Wahrheiten auch einmal auf den Tisch müssten, sind die Abgeordneten überzeugt. Mit frühzeitiger Einbindung Betroffener sei mehr zu erreichen, „als den Leuten nach dem Mund zu reden“, nennt Erhard Grundl Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) als Beispiel für eine „gefährliche Strategie“, weil der mehr Nitratmessstellen begrüßt. Grundl: „Nitratwerte lassen sich nicht herunterrechnen. So leidet die Glaubwürdigkeit der Politik.“
Auf die Frage, was denn zum Beispiel österreichische Bauern besser machten, nennt Rosi Steinberger die Solidarität unter den Bauern, die gemeinsam neue Wege suchen und finden.

Erneuerbare Energien abgewürgt

Einen Photovoltaik-Boom hat der Atomausstieg ausgelöst – „das war 2001 unter Rot-Grün“, erinnert Toni Schuberl und zählt die Errungenschaften von damals auf, zum Beispiel, dass der Atomausstieg für 2022 beschlossen war und eine Investitionssicherheit herrschte. Die Energiewende durch die Regierung Merkel habe das zunichte gemacht. Beim Zusammenbruch der Solarhersteller „war das Gejammer nicht so groß, wie jetzt bei der Kohle“, schimpft Schuberl. Rosi Steinberger war selbst Mitglied einer Windkraft-Genossenschaft – für sie ein gangbarer Weg, Akzeptanz bei der Bevölkerung zu gewinnen: „Der Schmerz über den Anblick eines Windrads wird gleich leichter, wenn man mit beteiligt ist.“
Große europäische Vernetzungen sieht Toni Schuberl als Lösung in der Energiewende. Und Speicherlösungen wie der Pumpspeicher Riedl im Landkreis Passau? Beim Standort hält sich Schuberl bedeckt, „aber ich nehme an, dass wir solche Speicher brauchen werden“.

ÖPNV-Ausbau: eine Notwendigkeit

Ob Toni Schuberl jemals mit dem ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) von seinem Hof in Daxstein (Lkr. Freyung-Grafenau) zu seinen Terminen in Bayern starten kann? Mit einer intelligenten Verkehrsplanung müsste auch das möglich sein, sind die drei niederbayerischen Grünen überzeugt. Als positiven Ansatz führt Schuberl den Landkreis Passau an, der mit dem zusätzlichen Rufbus Mobilität in jedes Dorf bringt und auf – nach seinem Geschmack noch zu wenigen – Hauptrouten den Stundentakt anbieten kann. Es ist ein Beispiel, „dass es geht“. Da jedoch die Landkreise selbst ihren ÖPNV verantworten, fehlten übergreifende Linien, Verbünde kommen erst langsam und mühsam in die Gänge. Schuberl wird deutlich: „Wenn wir CO2-neutral sein wollen, werden wir deutlich mehr Windräder und Photovoltaikanlagen haben und in Sachen Verkehr kommen wir ohne Bus und Bahn nicht voran.“ Ein attraktiver ÖPNV müsste adäquater Ersatz fürs Auto werden. Hier fallen ihm diverse Projekte ein: Eine Beschleunigung der Waldbahn durch die Begradigung der Strecke, ein Lückenschluss zwischen Wald- und Ilztalbahn oder zwischen Waldkirchen und Haidmühle, um eine Verbindung nach Krummau oder sogar Prag zu schaffen. Ein „attraktives Nahverkehrsnetz“ müsste geknüpft werden. Aber das alles kostet Geld: „Bei Straßen hat keiner ein Problem“, sagt Rosi Steinberger. Den ÖPNV „nimmt keiner ernst“, bedauert Schuberl.
Der durchaus streitbare Niederbayer lässt übrigens bei Straßenbauten oder Flächenverbrauch mit sich reden. So habe er einen Straßenneubau im Landkreis Passau befürwortet, weil sich Staatliches Bauamt und Untere Naturschutzbehörde gemeinsam an die Planung gemacht und eine vertretbare Lösung gefunden haben. Insgesamt fordert er bei neuen Projekten eine frühzeitige Bürgerbeteiligung und eine Abstimmung mit dem Naturschutz. „Das funktioniert.“
Ein Thema gibt es in dieser Ostbayern-Runde noch, das Erhard Grundl umtreibt: die fehlende Wahlrechtsreform. Dadurch verringert sich die Zahl der Abgeordneten, auch die der Grünen. Das schmerzt, „aber manchmal kann es auch wehtun.“

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Thu, 06 Feb 2020 17:08:00 +0100
gruene-niederbayern.de_content697718 http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/ 2018: ein grandioses Grünes Jahr liegt hinter uns. Unsere Politik hat überzeugt - in Niederbayern 136.403 Stimmen, 10,6%!
Unsere Klarheit und Entschlossenheit bewegt. Jetzt stehen wir entsprechend vor der Herausforderung, diese Erfolge zu festigen, mit Leben zu erfüllen und den Erwartungen der Menschen in uns gerecht zu werden. Das gehen wir mit Herz und Verstand an. Diese Ergebnisse sind auch Ansporn, Kurs zu halten. Es gibt die Sehnsucht nach einer Politik, die deutlich in der Problemanalyse ist, klar in den Zielen und pragmatisch in der ...]]>
Mon, 07 Jan 2019 09:17:25 +0100
gruene-niederbayern.de_content696797 PM Kreisverband Landshut-Stadt: Isar II 2020 abschalten! http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/ Wann wird Isar II abgeschaltet und was passiert mit dem Castoren aus Sellafield? Darüber diskutierten die Landshuter Grünen in ihrer letzten Kreisversammlung in 2018. Stadträtin Hedwig Borgmann informierte die Versammlung über die aktuelle Situation. Die Einlagerung dieser Castoren zum jetzigen Zeitpunkt wird von den Grünen kritisch gesehen, da für diesen Castortyp keine Lagergenehmigung vorliegt. Eine Änderungsgenehmigung dürfe es aber ohne vorhergehende Öffentlichkeitsbeteiligung und ohne Klärung der Reparaturmöglichkeiten nicht geben. Dennoch können die Grünen der Fo...]]> Mon, 10 Dec 2018 03:14:56 +0100 gruene-niederbayern.de_content692925 Landtags- u. Bezirkswahl 2018 Niederbayern http://gruene-niederbayern.de/aktuelles/ Wed, 31 Oct 2018 10:13:54 +0100