Pfarrkirchen: Jung und weiblich

13.01.20 –

Grüne nominieren Stadtratskandidaten – Altersschnitt liegt bei 35 Jahren, Frauenanteil bei 62,5 Prozent

Von Markus Schön

  Pfarrkirchen. Dieses Fass Bier hat Kreisvorsitzender Gün- ther Reiser anlässlich der Auf- stellungsversammlung der Grü- nen für die Stadtratswahl gerne spendiert. Er hatte nämlich ge- wettet, dass die Pfarrkirchner es nicht schaffen, eine Liste mit einem Altersdurchschnitt von unter 40 auf die Beine zu stellen. Diese Wette verlor er deutlich. Denn das durschnittliche Alter der Kandidaten beträgt 35 Jah- re. Und nicht nur auf das war Ortsvorsitzende Sarah Kandl- binder mächtig stolz bei der Veranstaltung am Freitagabend im „Lokal Grün“ am Stadtplatz: „Wir haben einen Frauenanteil von 62,5 Prozent“, verkündete sie freudestrahlend. Das Ziel der Grünen bei der Kommunalwahl: drei Sitze im Stadtrat. „Wir haben viel geschafft“, sagte die Ortsvorsitzende. Denn alle anderen Parteien hätten bislang gesagt, dass sie die jüngste Liste hätten. „Das stimmt aber nicht. Die haben wir.“ Kandlbinder freute sich obendrein, dass sich darauf sehr viele junge Frauen finden würden. Darunter fünf Studentinnen des European Campus.

  „Wir haben viele Ideen und wollen aktiv zusammenarbeiten. Vor allem die Pfarrkirchner mitreden lassen“, kündigte Sarah Kandlbinder an. Wenn ein Kinderspielplatz gebaut werde, so sollten in Zukunft auch Familien gehört werden. Denn die wüssten am besten, was geeignet sei. Außerdem forderte sie für Pfarrkirchen ein Jugendzentrum. „Dazu brauchen wir aber zuerst einen Stadtjugendpfleger, mit dem zusammen so eine Einrichtung entwickelt wird.“

Tobias Hanig vermisst in der Stadtpolitik bislang die Vision, wie Pfarrkirchen in zehn Jahren aussieht. „Man braucht zuerst ein Leitbild. Erst dann können Pläne erarbeitet werden.“ Wenn die Stadt zwei Kindergärten auf einen Berg baue, dann habe man sich keine Gedanken gemacht, wie sich Pfarrkirchen entwickle. Kinderbetreuung sollte dort sei, wo Familien wohnen. Sonst müsse wieder jeder mit dem Auto fahren. Nachholbedarf sieht der Stadtentwickler auch in einer „aktiven Bodenpolitik“. Es fehle der Stadt Bauland, um gestalten zu können. Für Bürgermeisterkandidat Marius Packan sei die Liste der Grünen ein Beweis, dass die Jugend sehr wohl Lust auf Politik habe. „Man muss nur Politik machen, die junge Leute anspricht.“ Als besonders gelungen bezeichnete er das „Lokal Grün“ am Stadtplatz. Wo früher die Galerie Schau beheimatet war, haben die Grünen ihr Wahllokal und ein offenes Ideenlabor eingerichtet.

Katharina Schulze besucht „Lokal Grün“

Dort stehe laut Packan in den nächsten Wochen einiges auf dem Programm. So wird dort ab kommenden Donnerstag bis Sonntag unter dem Schlagwort „Kultur“ das „Plattenzimmer“ aus Altötting seine Zelte aufschlagen. Außerdem sind dort Live-Konzerte, ein Erste-Hilfe- sowie ein Selbstbehauptungskurs und ein Kindertanztag geplant. Außerdem wird die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Katharina Schulze, das „Lokal Grün“ am Freitag, 24. Januar, besuchen.

Besonders freute man sich, dass Bundestagsabgeordneter Erhard Grundl aus Straubing zur Nominierungsversammlung gekommen war. Und der zeigte sich begeistert von der Aufbruchstimmung in Pfarrkirchen: „Wo früher grüne Diaspora war, tut sich nun etwas.“ Es mache nämlich den Unterschied, ob ein Stadtrat der Grünen im Bau- oder Kulturausschuss sitze, wie er meinte.

„Wir haben viele Ideen und wollen gestalten“, sagte Kreisvorsitzende Mia Goller, die als Landratskandidatin antritt. Besonders den Frauenanteil von 62,6 Prozent bezeichnete sie als „gigantisch“. Sie plädierte für viel Offenheit in der Politik. Man wolle mit den Bürgern reden und die Ohren offen halten. Und das nicht nur bis zum Wahltermin am 15. März, sondern darüber hinaus.

Nachdem die Bewerber sich kurz vorstellt hatten, gingen die einzelnen Wahlgänge unter der Leitung von Günther Reiser schnell über die Bühne. Die Liste wurde einstimmig angenommen.

Die Kandidat*innen

Mit diesen Kandidaten gehen die Grünen in die Stadtratswahl:

1. Sarah Kandlbinder, 2. Tobias Hanig, 3. Claudia Dallinger, 4. Wolfgang Plank, 5. Miriam Bleck, 6. Reinhard Wimmer, 7. Jenny Friedl, 8. Reinhold Sagmeister, 9. Carmen Wernitz, 10. Simon Edhofer, 11. Adina Popa, 12. Manfred Kosma, 13. Linda Martin, 14. Ludwig Klopfer, 15. Nina Jauch, 16. Simon Strobl, 17. Valerie Elke, 18. Stefanie Grundmüller, 19. Julia Matzeder, 20. Kathrin Graf, 21. Alexandra Hecht, 22. Stella Okroi, 23. Sheron Nana Kila, 24. Marius Packan. Ersatzkandidaten sind Susanne Theuerkorn, Sabrina Saller und Friedrich Leitl.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 13.01.2020

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