MdL Mia Goller: „Der Erhalt der Öko-Schweinehaltung in Kringell ist ein wichtiger Etappensieg – aber keine Dauerlösung“

Josepha & Markus

Zur gestern bekannt gewordenen Entscheidung des Landwirtschaftsministeriums, die Öko-Schweinehaltung am Staatsgut Kringell zumindest bis 2027 weiterzuführen, erklärt Mia Goller, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag:

„Ich bin zunächst erleichtert, dass das Ministerium offenbar doch erkannt hat, wie wichtig der Standort Kringell für die Ausbildung in der Schweinehaltung – insbesondere in der ökologischen – ist. Die Entscheidung, den Betrieb bis 2027 aufrechtzuerhalten, ist ein wichtiger Etappensieg. Dennoch ist klar: Das kann nur ein Zwischenschritt sein. Ziel muss der dauerhafte Erhalt der Öko-Schweinehaltung in Kringell sein.“

Mia Goller sieht in der aktuellen Entwicklung auch einen Erfolg des kontinuierlichen Engagements der Grünen im Landtag. „Als ich beim Leonhardiritt in Niedernkirchen im vergangenen Jahr von besorgten Landwirtinnen und Landwirten auf die geplanten Veränderungen in Kringell angesprochen wurde, war für mich klar: Wir müssen da genau hinschauen. Ich habe sofort das Gespräch vor Ort gesucht, parlamentarisch nachgehakt und auch immer wieder nachgefasst.“

Für Goller steht fest: „Gerade in einer Region wie Niederbayern, einem Zentrum der Schweinehaltung in Süddeutschland, braucht es starke Ausbildungsorte, die auch den ökologischen Landbau abbilden. Kringell bietet hier ideale Voraussetzungen: Überschaubare Strukturen, unmittelbarer Tierkontakt und ein realistischer Zugang zur Praxis – das ist durch keinen anderen Standort zu ersetzen.“

Sie kündigt an, sich weiterhin mit Nachdruck für eine langfristige und gesicherte Perspektive des Standorts einzusetzen. „Es wurde zwar etwas erreicht, aber wir sind noch nicht am Ziel. Kringell muss als Standort für die Aus- und Weiterbildung in der Schweinehaltung dauerhaft erhalten bleiben.“