Volle Räume für mehr Frauen in der Kommunalpolitik
Mit einem bis auf den letzten Platz gefüllten Veranstaltungsraum hat die parteiübergreifende Kampagne „Bavaria ruft!“ am Mittwoch in Simbach am Inn Station gemacht. Die Initiative zielt darauf ab, Frauen für kommunalpolitisches Engagement zu gewinnen – und stieß auf große Resonanz.
Auf dem Podium diskutierten Katharina Schulze (Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag), Reserl Sem (MdL a.D., CSU) sowie die grüne Landratskandidatin für Rottal-Inn und 2. Bürgermeisterin der Gemeinde Zeilarn, Larissa Hausberger, über Hürden und Chancen für politische Teilhabe von Frauen.
Katharina Schulze gab zu Beginn der Veranstaltung, dieses Mal organisiert durch den Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) Dekanat Simbach, einige Zahlen und Einblicke. Der Frauenanteil in Bayerns Stadt-, Kreis- und Gemeinderäten betrage 27 Prozent. Nur 10 Prozent aller kommunalen Gremien würden von Frauen geführt.
Unter den Besucherinnen befanden sich Unterstützerinnen aus vielen Parteien, darunter CSU, SPD und Grüne – wie die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger, die Landtagsabgeordnete Mia Goller, Claudia Woller, Bezirksvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Niederbayern, sowie Ines Helmer, Geschäftsführerin der Grünen Niederbayern.
Woller betonte die Bedeutung solcher Formate: „Kommunalpolitik braucht die Perspektiven aller – doch noch immer sind Frauen in Rathäusern und Kreistagen unterrepräsentiert. ‚Bavaria ruft!‘ zeigt: Es gibt viele engagierte Frauen, die großartige Kommunalpolitik leisten. Sie sind unsere Vorbilder und ich danke ihnen vielmals für ihre Inspiration.“
Die Kampagne tourt noch bis Ende Januar durch bayerische Kommunen, wo Bürgermeisterinnen ihre Rathäuser öffnen und Infoveranstaltungen einen Einblick in die Ratsarbeit geben. Die nächsten Stationen werden Nürnberg, Kronach und Mering sein.

