Fotos: Andreas Gebert

Beim Landesparteitag der bayerischen Grünen zur Aufstellung der Bundestagsliste am 17. und 18. April konnten sich aus Niederbayern Erhard Grundl auf Platz 8, Marlene Schönberger auf Platz 15, Maria Krieger auf Platz 28, Stefanie Auer auf Platz 33 und Matthias Schwinger auf Platz 48 durchsetzen. Aus Infektionsschutzgründen fand die Listenaufstellung hybrid statt. Die Kandidat*innen präsentierten sich auf der Bühne live in Augsburg, die Delegierten wählten online von zu Hause aus. Bisher ist Grundl der einzige Grüne Bundestagsabgeordnete aus Niederbayern, bei der Bundestagwahl im September rechnen die Grünen mit einer deutlichen Steigerung.

Erhard Grundl wurde 2017 zum ersten Mal in den Bundestag gewählt und ist Kulturpolitischer Sprecher in der Fraktion. Der 58-jährige Straubinger Stadtrat ist Direktkandidat im Wahlkreis Straubing/Regen. In seiner Rede machte sich Grundl für ein Existenzgeld für Soloselbstständige, Perspektiven für den Kulturbereich nach der Pandemie und eine gelebte Erinnerungskultur stark. Als ehemaliger Musiker und Vertriebsmanager in der Musikindustrie ist ihm die Unterstützung der Kultur ein besonderes Anliegen. „Ich bin überzeugt, Bündnis-Partei zu sein, das ist für alle Politikfelder der richtige, der zukunftsweisende Weg. Die Zeit der Ego-Shooter läuft ab“, so Grundl.

Die Adlkofener Gemeinde- und Kreisrätin Marlene Schönberger ist Direktkandidatin im Wahlkreis Dingolfing-Landau/Rottal-Inn. Als Politikwissenschaftlerin hat sie ein Forschungsprojekt zu Verschwörungstheorien an der LMU München. Sie sprach sich in ihrer Vorstellungsrede für die Verteidigung unserer Demokratie gegen alle Unterwanderungsversuche von rechts und von Verschwörungstheoretikern aus. „Unser Ausspruch ‚Nie wieder‘ bedeutet: Diskriminierte Gruppen verteidigen, rassistische und antisemitische Gewalttaten mit allen Mitteln verhindern“, betonte Schönberger. Daneben ist der 30-jährigen Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen ein wichtiges Anliegen.

Maria Krieger aus Riedenburg ist Kreisrätin in Kelheim und Direktkandidatin im Wahlkreis Landshut-Kelheim. Die 35-jährige Marketingwirtin steht für eine Agrarwende, die Ökologische Lebensmittelwirtschaft und eine gentechnikfreie Landwirtschaft. „Es ist höchste Zeit, mit einer enkeltauglichen Agrar- und Ernährungspolitik zu starten, um unsere Natur zu schützen und unser Ernährungssystem widerstandsfähiger zu machen“, so Krieger.

Die Fraktionsvorsitzende im Passauer Stadtrat Stefanie Auer tritt im Wahlkreis Passau als Direktkandidatin an. Der 34-jährigen Rechtsanwältin liegen besonders die Rechts- und Netzpolitik am Herzen. „Meine Motivation besteht darin, nicht nur als Anwältin einzelnen Menschen bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen, sondern auch die dahinterliegenden Strukturen, die gesetzlichen Grundlagen, zu verändern“, stellte Auer klar.

Matthias Schwinger ist Mettener Gemeinderat und Kreisrat sowie Direktkandidat im Wahlkreis Deggendorf/Freyung-Grafenau. Der 31-jährige gelernte Elektroniker für Betriebstechnik, der derzeit in der Weiterbildung arbeitet, engagiert sich für eine grüne Wirtschaft und die ökologische Transformation der Industrie. „Nur wenn wir auf Unternehmergeist und Innovation setzen, können wir Ökonomie und Ökologie miteinander verbinden und den Naturverbrauch mit dem Wirtschaftswachstum entkoppeln“, betonte Schwinger.

Hoch erfreut über die starken niederbayerischen Plätze zeigten sich die beiden Bezirksvorsitzenden Olivia Kreyling und Matthias Ernst: „Wir machen ein klares Angebot für den Politikwechsel und die Gestaltung einer ökologisch-solidarischen Gesellschaft. Dafür machen wir einen engagierten Wahlkampf mit unseren Direktkandidat*innen und nehmen ordentlich Rückenwind durch die Landesliste mit. So werden wir bei der Bundestagswahl zweitstärkste Kraft in Niederbayern.“

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