Feride Niedermeier (links) bei ihrer Vorstellung zusammen mit Rosi Steinberger, MdL. – Foto: Ernst

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Straubinger Stadtrat, Feride Niedermeier, zieht als Kandidatin für das Amt des Oberbürgermeisters in den Wahlkampf. Am Sonntagabend wurde sie bei der Nominierungsveranstaltung im Sommerkeller einstimmig gewählt. Premiere an diesem Abend: Die punkigen Lokalmatadore Brave Bones spielten zum ersten Mal Songs ihres Debütalbums unplugged.

Der Vorschlag Feride Niedermeier ins Rennen um den OB-Sitz zu schickenüberraschte kaum jemanden. Als Fraktionsvorsitzende ist sie im Stadtrat die markanteste Stimme der Grünen.

In einer Würdigung durch den Bundestagsabgeordneten Erhard Grundl charakterisierte er Niedermeier als Person, die bei Fragen zuerst genau hinhört, dann darüber nachdenkt und schließlich mit klarem Standpunkt handelt. Zudem sei sie fest in der Stadtgesellschaft verankert und könne keine fünf Meter über den Stadtplatz gehen, ohne angesprochen zu werden. „Das sind Fertigkeiten, die ein idealer Oberbürgermeister für Straubing haben muss“, betonte Grundl.

Die so hoch Gelobte ordnete sich selbst wesentlich bescheidener ein. Sie sei konservativ behütet erzogen worden und erst spät zur Politik gekommen. Bereits früh habe sich bei ihr ein Gerechtigkeitssinn entwickelt. Immerhin habe sie sich gegen ihre fünf älteren Geschwister durchsetzen müssen. Durch ihre Kinder habe sie sich dann die Frage gestellt, welche Erde sie ihnen hinterlassen möchte und kam so zu den grünen Themen. Den Wunsch, etwas für die Gesellschaft beizutragen, hatte sie schon lange zuvor und war in vielen Vereinen aktiv. Angefangen mit Übersetzungen im Frauenhaus und bei der Caritas, über die Trainertätigkeit im Fußballverein, bis zur Bernauer Darstellerin 1999 und als stellvertretende Vorsitzende des Ausländer- und Migrationsbeirat.

Für die Grünen entschied sie sich schließlich durch Cem Özdemir. „Seine Geradlinigkeit und seine Leichtigkeit als anatolischer Schwabe in der Politik haben mich beeindruckt“, so Niedermeier. Auf die Frage nach ihrem Fazit nach sechs Jahren Stadtratsarbeit, führte sie etliche Erfolge wie die Ausweitung der Fußgängerzone und Belebung des Theresienplatzes, ein Sozialticket für den Stadtbus und mehr Geld für die Radwegebeleuchtung an, zu denen die Grünen beigetragen haben.

Allerdings gelang nicht alles. „Mein Wunsch war immer, dass wir über die Fraktionsgrenzen hinweg zusammenarbeiten. Leider ist mir erst ganz zum Schluss mit dem Antrag zum Ein-Euro-Tagesbusticket ein gemeinsames Projekt mit der ÖDP gelungen. Da hatte ich mir mehr Offenheit erhofft“, resümierte Niedermeier. Die Zusammenarbeit brachte sie gleich als Wunsch für die neue Stadtratsperiode. „Natürlich werde ich als Oberbürgermeisterin einen guten Antrag einer anderen Partei aufgreifen und unterstützen!“

Ein großes Anliegen ist ihr die Transparenz in der Kommunalpolitik deutlich zu erhöhen. So sollen im Ratsinformationssystem die öffentlichen Sitzungsvorlagen und Protokolle eingestellt werden. „Ich will die Beteiligung der Bevölkerung einfordern. Dafür brauchen sie Informationen über unsere Arbeit“, erläuterte Niedermeier. Stichpunktartig formulierte sie als weitere Ziele die Klimaneutralität Straubings, ein neues ÖPNV Konzept sowie saubere und funktionstüchtige Toiletten an jeder Schule. Ihr Konzept brachte sie mit dem Slogan „Mut zur Umsetzung“ auf den Punkt.

Als erster Gratulant setzte Stadtratskandidat Matthias Ernst die Zielmarke: „Wir wollen Feride Niedermeier mindestens in die Stichwahl bringen!“

 

Quelle: regio-aktuell24.de

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